Wo „techem“ drauf steht, ist meist Mist drin!


Ich wohne in einem Haus, indem die Heizkosten, Kaltwasser- und Warmwassermengen erfasst und mit den jeweiligen Nutzern der Wohnungen abgerechnet werden. So jedenfalls die Idee dahinter. Beauftragt wurde ein Fachunternehmen, welches sogar mittels Fußballbandenwerbung mit seinen Fähigkeiten prahlt. Ich kenne zwar nur wenige Menschen in vergleichbaren Situationen, die mit dem Service dieser leider nötigen Branche zufrieden sind, aber was ich erleben durfte, sprengt meine kreative Vorstellungskraft. Es folgt nun eine lose Aneinanderreihung der Ereignisse. Ich weiß nicht ob es vollständig ist, kann sein, dass auch ich den Überblick verloren habe. Eigentlich könnte es mir ja auch egal sein. Wie sang Grönemeyer „Telefon, Gas, Elektrik- unbezahlt, das geht auch!“ Irgendwie braucht es für eine gerechte Verteilung der Kosten in einer mittelgroßen Wohnanlage aber schon eine vernünftige Abrechnung, grade wenn einige Wohnungen vermietet werden. Dafür sollen Wasseruhren getauscht werden, weil die Eichung abgelaufen ist. Funktioniert aber noch tadellos. Typisch für „First World Problem“.
Die Berichte der Monteure, die im Auftrag der Techem die Wasseruhren tauschen sollten, lesen sich wie Slapstick. Beim ersten Mal waren die Rohre aus Glas (offenkundiger Unsinn), dann beim nächsten Mal ist die Revisionsöffnung zu klein (irgendwann wurden vorher schon einige Male Wasseruhren genau durch diese Öffnungen getauscht). Beim nächsten Termin kamen sie gar nicht und lieferten leider auch keine lustige Begründung. Dann war der nächste Monteur dran und wunderte sich, dass an der Haustür unser Name nicht stand. Es war schlicht das falsche Haus vor dem er stand. Bei einem Versuch fiel dem Monteur irgendwas in den Schacht und dann hatte dieser mit Gefahr im Verzug begründeten Fluchtverhalten die Wohnung verlassen. Dann gab es unsere Wohnung im techem-Datensystem überhaupt gar nicht. Jetzt beim letzten Versuch haben sie einen jungen Mann geschickt, der schlicht nicht kräftig genug war, die Verschraubungen zu lösen. Im Bericht stand, wortwörtlich, man solle doch einen externen Installateur beauftragen. Ich frag mich nur mit was?
In der Zwischenzeit, mehr als 4 Jahre, hat auch dreimal unsere Hausverwaltung gewechselt. Die haben ohnehin nur begrenzt Interesse, Termine mit zwei verschiedenen Parteien (Wohnungsnutzer und techem-Handwerker) zu machen, die im Prinzip nur nerven. Egal zur Zeit läuft alles wie immer, nämlich Wasser aus der Mischbatterie und ob nun dreißig Euro nachzuzahlen sind oder nicht, ist mir schlicht Wurst. Was mit Wohnungen passiert, die vermietet sind und eine Abrechnung spätestens 12 Monate nach Abrechenzeitraum erstellt sein muss, …… ?
Wie es weitergeht, entzieht sich meiner Kenntnis. Fantasien hätte ich natürlich.
Zum Beispiel: Anhand der durchschnittlichen Vorjahresverbrauchsdaten aller Wohnungen und dem Gesamtverbrauch einen Dreisatz bilden und schon hat man einen sehr wahrscheinlichen Verbrauch ermittelt! . Wenn ich mir vorstelle, die „techem“ hätte irgendwas mit kriegsentscheidenden Dingen zutun, ich hätte keine ruhige Minute mehr. Die Firma „techem“ setzt wahrscheinlich auf KI und nicht auf pragmatische Lösungen! Gute Nacht Deutschland 🇩🇪! Persönliche Intelligenz ist rar gesät und im Zweifel ohnehin nicht gerichtsfest. Schade eigentlich.




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