Urlaub, ein Zwischenstand
- Georg

- 2. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

So kurz vor der Olympiade wird es wohl nicht mehr gelingen, in den alpinen Sportarten Startrecht zu erlangen. Um ehrlich zu sein , konnte das nicht passieren, aber träumen darf man doch, oder? Zum realen Glück nehme man : eine windschiefe alte Bauernhütte, möglichst abgelegen an einer einspurigen mit Serpentinen überfrachteten Straße, hoch oben über dem verkehrsdurchströmten Zillertal.

Man bereite dieses altertümliche und ursprüngliche Habitat auf die Unterbringung von zahlenden Kleinreisegruppen, sagen wir augenblicklich Berliner dazu, durch Umbau, Sanierung und bestmögliche Vermarktung auf einschlägigen Internetplattformen vor. Das alles ziemlich gekonnt, ohne den ursprünglichen Stil und Charme des Hauses zu ruinieren und heraus kommt ein weiterhin windschiefes Schmuckstück mit allen normalen modernen Annehmlichkeiten in nahezuer Alleinlage und einer fantastischen Aussicht, wie es sich auf 1350 m üNN gehört. Zugegebenermaßen könnte man die proaktive Dekoration, die mit Kitsch und ChiChi kaum zu überbieten ist, etwas defensiver gestalten, aber das ist ja Geschmacksache und darüber lässt sich ja bekanntlich immer prächtig streiten. Sommer- und Winterbetrieb lässt sich wahrlich vortrefflich von hier betreiben. Unserer Einstieg in den Skizirkus ist quasi ein Nebeneingang, welcher den Stress mit dem vielen anderen Menschen aber deutlich reduziert. Keine fußballfeldgroßen Parkplätze, keine unüberwindlichen Hürden am Lift 🚠- einfach rauf auf den Berg. Hunderte Kilometer bestpräparierte Abfahrten für alle Ansprüche und Könnerklassen. Jedes zweite Auto auf dem Parkplatz ist aus der Heimatregion und der Entschluss, nicht mehr in den Schulferien seinen Schneesportgelüsten zu fröhnen, wird in Stein gemeißelt. Das Hochgebirge lässt die Temperaturen nicht wesentlich über Null Grad steigen. So läuf es auch noch in den Nachmittagsstunden sogar auf den nach Süden ausgerichteten Hängen, wie geschmiert mit der weißen Unterlage. Die Infrastruktur mit Einkehrmöglichkeiten, Liften,Toiletten und die zahlreichen Möglichkeiten seine Skitour zu personalisieren, trägt zur allgemeinen Zufriedenheit bei. Wenn jetzt noch das Wetter weiterhin passt, die persönliche Fitness mitspielt und man nicht zu allzu knauserig mit den sich zu einem durchaus mittelprächtigen Investausmaß entwickelnden Kosten umgeht, bekommt man das ganztägige Grinsen aus meinem Gesicht nicht mehr heraus. Hoffen wir das Beste!





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