Secret Packs
- Georg

- 16. März
- 2 Min. Lesezeit
Das ist Kapitalismus in Endstufe

Automaten, aus denen man Überraschungspackete aussuchen und auf Knopfdruck kaufen kann. Welchem kranken Hirn ist das denn entsprungen? Was beworben wird, als Mystery Pack, fast mit dem Siegel der Nachhaltigkeit, etwas zu nutzen - was andere nicht mehr brauchen, ist für mich der vorläufige Höhepunkt des gesellschaftlichen Selbstbetrugs. Denn das Zeug was nun auf diesem zweifelhaften Weg unters Volk gebracht wird, hat noch nie irgendjemand genutzt. Es entstammt aus der perversen Idee, jedem alles auf Knopfdruck zu liefern. Dabei kommt es systembedingt zu einer sicher zweistelligen Fehlerquote. Diese in Wahrheit riesengroße Menge an Fehlleistungen verschiedener Akteure, wird dann entweder gleich fabrikneu vernichtet oder durch zum Beispiel diesen Weg verramscht. Wenn auch nur die Möglichkeit besteht 20 Cent zu machen, wird es jemand geben, der es versucht. Gesamtökonomie hin - Ökologie her.
Dass der stationäre Einzelhandel, in dessen Refugium (Shoppingmall) diese Automaten stehen, diesen Irrweg mitbeschreitet, versteh ich auch nicht. Ist doch der Versandhandel dem Einzelhandel sein Tod.
Anstatt mit diesem Wahnsinn des Überschusses aufzuhören, wird aus dem was abfällt, noch versucht Geld zu machen. Das ist ungefähr so wie ich mir einen Hund halte, weil ich Scheiße haben möchte. Und der verstrahlte und gehörig domestizierte, an der Nadel des coolen Lifestyle hängende Kunde (Verbraucher) springt auf diesen Zug auf, obwohl er in die absolut falsche Richtung unterwegs ist. Kaufen um des kaufen Willens. Nicht weil man etwas braucht, nein - shoppen als Hobby. Meine Abneigung kann kaum größer werden. Vielleicht ist das auch die Logik, die hinter diesen kriegerischen Auseinandersetzungen der Jetztzeit steckt. Es muss erst alles vollkommen kaputt sein, bevor sinnvoll Neues entstehen kann! Wir sind nicht mehr weit entfernt, ist mein Eindruck.




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