Kunst-Gunst -Wunst
- Georg

- 18. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Gestern Abend im lido in Xberg gastierte der Literat unter den deutschsprachigen Leadsängen. Wer noch nicht gleich weiß von wem ich spreche, muss sich nicht grämen und es ist auch nicht schlimm.

Jan Plewka. Schon bevor er das pubertäre Kinn rasieren musste, versuchte er sich an Texten, mit und ohne Noten. Ich kenne nur das leicht zu erreichende Zeug von ihm und das ist eigentlich auch genug. Von großer lyrischer Ausdruckskraft bis hin zu extrem spinnern schwülstigen gefühlsdschungeligen Wortwolken schwappt es von seinen Lippen ins Mikrophon. Seine Seelig(e) Band hat er sicherheitshalber durch andere Menschen ersetzt, die ihre Instrumente zwar auch beherrschen, aber nur in vom Meister vorgegebenen mit Zurückhaltung gespielter Art und Weise zu Gehör bringen.dürfen.
Auch seine Vorband war, sagen wir mal, außergewöhnlich. Koschka, eine OneWoman- Band, als Königin des Noirpops angekündigt, entpuppte sich auch, wenn man in dieser Schublade denken möchte, als stimmliche schwarze Perle, mit mystischen elektronischen Klanggebilden, die mit Musik im eigentlichen Sinne nur noch bedingt zu tun haben. Und vor der „Vorband“ war Plewka noch seine eigene Vor- Vorband und pries seine Plewcarts an.
Eine Mischung aus Wortscabble mit Postkarten und Aktionskunst. Viele neckische Ideen, die den Künstler Plewka in Gänze zeigen. Ob es immer gefällt - ist dann, wie bei Kunst immer, die Frage. Alles im allem, kein ganz übler Abend, aber wer ein großartiges Pop oder Rockkonzert erhofft hat, wurde ein wenig enttäuscht. Es kann ja nicht immer Disco 🕺 sein!




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