Holiday - Heimweg
- Georg

- 19. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Wenn Urlaub ist,
der Alltag Pause macht
und auch mal der Regen lacht.
Wenn neue Erfahrungen warten
und die tollsten Sachen starten!







So, das war’s, morgen geht’s heimwärts. Die Erwartungen waren hoch und dennoch bin ich nicht enttäuscht. Es wurde schön, eben weil ich wusste, dass es anders kommen wird. Das Wetter ist in sofern planmäßig gewesen, da es erwartet unbeständig blieb. Es gab viel von allem, außer Hitze und das war auch gut so.
Abgesehen davon war es Urlaub wie früher, vor den Kindern. Keine Commitments, wenig Fixpunkte, einfach in den Tag leben - schauen was kommt. Ohne noch verantwortlich zu sein, für Bespaßung oder das Glück von Heranwachsen mit differenten Stoffwechseln, Interessenlagen oder Schlafzyklen. Es wäre müßig das Erlebte lexikalisch aufzuzählen. Für mich ist es ohnehin viel wichtiger als irgendwelche Kerben am Bettholz vom Reiseführer oder „tripadvisor“, dass die Seele das bekommt was sie braucht. Und das hat sie!
Ich habe viel erlebt, sehr viel gesehen, Einiges erspürt, Manches bemerkt, Interessantes erkundet, Erholsames erblickt, Prächtiges gespürt, Überraschendes erfasst, atlantischsalzig gebadet, Strapaziöses begangen und Irisches zu mir genommen und geatmet. Die Wahrheit ist hier das Zusammenspiel von berauschender Natur und typisch freundlich-stolzem Insulanerverhalten, die gesamte Bandbreite von einfachen, leicht verlotterten Schäbbylook bis hin der in Perfektion gestylten Details. Vielleicht ist das die menschliche Antwort auf die Natur, die bis aufs winterliche Skivergnügen alles zu bieten hat (manchmal auch innerhalb einer halben Stunde). Diese geographische Situation am Ende der bewohnbaren Welt schweißt zusammen. Wir und die Anderen. Nur gemeinsam können wir überleben. Naturvölkern gleich, lässt sich dieses Mantra in allen Bereichen ablesen. Die erbarmungslose Freundlichkeit des Inselvolkes nimmt gefangen und umgarnt einen kokonartig bis zur kompletten Wehrlosigkeit. Diese zahlreichen von mir nicht provozierten Kleinigkeiten des Smalltalk-Pingpongs mit den Realbewohnern in der von mir nur oberflächlich gesprochenen Sprache, schaffen Verbindungen, connected Points, vom eigenen Herzen zu diesem atlantischen Eiland. Als ob das noch nötig gewesen wäre? Seit nunmehr 30 Jahren bin ich hin und wieder mal als Besucher unterwegs und ein „piece of my hart“ ist von Anfang an nie wieder mit nach Berlin gekommen. Mit jedem Mal wird das Stück größer. Ich gehe auch davon aus, Flugscham hin oder her, dass ich nicht das letzte Mal „The Irish Rover“ war. Nach dem Urlaub ist vor dem Holiday!




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