Die reinste Folter
- Georg

- 24. März
- 1 Min. Lesezeit

Malle, wir kommen! Nee, ich nicht! Mir, als Urlaubsweltmeister in Deutschland, ist etwas Schändliches passiert. Dicke Freunde von mir haben einen Wandertripp unternommen.

Da ja meine selbstständige berufliche Tätigkeit bedeutet, dass ich ständig selbst tätig bin (kleine Übertreibung), konnte ich leider nicht mit. Lautes schluchzen und stilles heulen helfen nur bedingt! Nicht, dass ich das als Wettbewerb auffasse, wer wo wann wie Urlaub macht und welche unnachahmlichen Erlebnisse gemacht wurden, aber ein bisschen traurig bin ich schon, nicht mitgefahren zu sein.

Die fotografischen Dokumente, die mir brühwarm, quasi in Echtzeit zum neidisch machen zugespielt wurden, deuten auf körperlich anspruchsvolle Exkursionen in entspannter Atmosphäre hin. Berg- und Talerlebnisse, Badevergnügen im Mittelmeer, kulinarisch mediterrane Genüsse und jede Menge Frühling.

Eigentlich kann ich mir kaum vorstellen, dass trotz meines Fernbleibens, eine spirituell anregende Zeit verlebt wurde. So hatten die armen Freunde nur sich selbst und das balearische Kleinod und keinen Georg. Da keiner von ihnen Heulkrämpfe hatte, in phychatrische Behandlung musste oder entnervt vorzeitig abgereist ist, gehe ich davon aus, dass es ja scheinbar kurzzeitig auch gut ohne mich ging. Eine ernüchternde Erfahrung. Für erholsame aber auch erlebnisreiche, kulturell bereichernde Tage sollte es wohl gereicht haben.

Ich gönne es den glorreichen drei von Herzen. Nun ist aber Zeit zum heimkehren und gern bin ich in Zukunft bei ähnlichen Aktivitäten mit von der Partie, denn die Freunde fehlen mir auch, ein bisschen!





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