Der spinnt oder ist einfach nur ir(r)e! Ja, normal ist anders, leider!
- Georg

- 2. Juni
- 2 Min. Lesezeit

Ich schaue hoffnungsvoll in die nahe Zukunft und abgesehen von minimalen Wehwehchen glaube ich auch, dass ich gesund bin. Genauer muss ich das nicht wissen. Ich habe auch genug Beinfreiheit, mir das ab und zu schick zu machen. Naja, zum Glück brauche ich keine Luftschlösser, Rolex-Uhren oder Armani Anzüge. Bequeme Schuhe reichen fast. Es geht auch ein paar Nummern kleiner, aber hin und wieder kann es auch selbstgewähltes Premium sein. So wie demnächst, das ist nach schmerzhaften Jahren der Abstinenz längst überfällig, wieder auf meiner Sehnsuchtsinsel unterwegs zu sein. Nicht asiatische Elefanten, karibische Rhythmen oder Kanarische Kokosnusscocktails mit Schirmchen auf den BalearenAzorenNeuseeland suche ich, nein, mich zieht es nach Nordwesten. Kurz bevor der geliebte Heimatkontinent endgültig im Meer versinkt, widersetzt sich der keltische Tiger den atlantischen Gewalten. Für mich macht den Charme des Eilands oder Eirelands, wie sie es selbst nennen, die Mischung aus der wunderbaren vielfältigen Natur, den bedingungslos freundlichen Menschen, den Mythen und letzten kleinen Geheimnissen des einfachen Lebens am Rand der Zivilisation aus.

Quirliges treiben in kleinen Orten einen Steinwurf entfernt von atemberaubender wildromantischer Natur, zwei Kurven entfernt von lebendig überlieferten und gelebten Brauchtum neben neumodischen trendy mitteleuropäischen Lebensbedingungen.

Einfache Fischerdörfer neben Hotel- oder Bankentürmen aus Stahl, Glas und Beton. An Kitsch kaum zu übertreffende touristische Folklore neben unfreiwillig charmant zurückhaltenden und im besten Sinn erstrebenswert einfachen Lebensentwürfen. Alles geht gleichberechtigt nebeneinander. Natürlich ist Insel nicht der Hort der fortwährender Glückseligkeit, es gibt auch Sorgen, zum Beispiel die der größer werdenden sozialen Schere, des zwar kultivierten aber immer noch zu spürenden Trouble mit Nordirland und den politischen und religiösen Zwist der damit verbunden ist. Aber welcher Fleck auf Erden hat keine Probleme? Als trockener Touristenschwamm sauge ich ganz sicher die zauberhaft abwechslungsreiche Atmosphäre der Insel auf, wie ich auch bestimmt genussvoll den im Kurzweil des sich verändernden Tackts, den Reizen des launischen Wetter ausgesetzt sein werde. Die ganz großen Magnete der zu besuchenden Stätten vermeide ich, weil ich die meisten Dinge auch nicht das vierte mal sehen muss. Aber in das in der Nähe zu unsere Unterkunft liegende Limerick geht’s mit Sicherheit. Den Geist der Cranberries oder von Frank McCourt einfangen und den Überraschungen die sich mir bieten, eine Chance geben. Dazu passend gibt es von mir, alle guten Dinge sind drei, Limericks!
Zwei Wochen frei hab jetzt ick
Drum fahr ick auch nach Limerick
Getrieben bin ich von Neugier
Auf ein schönes schwarzes Bier
Es gibt da eins, was für ein Glück!

Ich streife über Feld und Wiese,
Es geht kaum grüner als hier diese,
Drum wander ich auch immer weiter
Das stimmt mich froh und auch sehr heiter
Um die Nase weht mir nur The „Irish“ Brise!☘️

Georg fährt auf das Grüne Eiland
Er ist schon außer Rand und Band
Trip to Wild Atlantic Way
Ab heute: Every Day
Es ist ein so vielfältig schönes Land!
Auch wenn mir der Pulitzer Preis dafür nicht überreicht werden sollte, der Spaß an der Sache reicht mir! Ab in den Urlaub!




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