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Christliche  Musik

  • Autorenbild: Georg
    Georg
  • 12. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Samstagabend und Frühlingsgefühle, die logische Steigerung kann nur noch Christian Steiffen heißen. In der C-Halle natürlich!

Den legendären Oberlippenbart mit Rüschenhemd kann sich jeder der auf  gepflegt vertonte Männerwitze steht, nicht entgehen lassen. Mit bürgerlichem Namen Hardy Schwetter, ist Herr Steiffen Schauspieler, Musiker, Lokalpolitiker und vor allem Alltagsphilosoph.



Er gewährt Jedem, egal ob er es wirklich wissen möchte, einen tiefen unverstellten Blick auf die Seele eines partywilligen Mannes mit unoptimalem BMI im mittlerem Alter. Musikalisch auf bestem Schlagerniveau und textlich immer bereit für unangekündigte moralische oder geschmackliche Tiefschläge. Er bietet eine prima Mischung mit treffsicheren Schlägen auf die überall am Körper verteilten Lachmuskeln und harmlosen nicht gänzlich uncharmanten Humors. Die Ergebnisse für die Betrachter sind zu finden irgendwo zwischen mindestens grenzdebilen Kreisgrinsen und lauthalsem mitgröhlen bis zum temporären Totalverlust der eigenen Stimme. Auf jeden Fall  sorgt er mit seiner Kapelle dafür, dass vom ersten Ton an, sich jeder der vergnügungssüchtigen textsicheren Besucher Disco 🕺 fühlt. Grade in diesen leiderfüllten Zeiten ermöglicht Herr C. für zwei Stunden beste hirnverbrannte Unterhaltung ohne auf Etikette, Wokeness, Awareness, politische Korrektheit oder Gott was weiß ich alles zu achten. Musik an-Hirn aus-Glück total.


Programmatische Anzüglichkeiten, geballter Schwachsinn und gute gemeinte Ratschläge eines sich nicht immer furchtbar Ernst nehmenden Menschen transportiert er im Sound deutscher Truckersongs (beides: Country und Western) oder als balkanresk angehauchte Volksweise, mit  selbstverständlich inkludierter Teufelsgeige. Diese Veranstaltung ist geeignet als Blitzableiter der aufgestauten schlechten Stimmungen zu dienen. Eigentlich sollten alle Pessimisten und von Depressionen geplagte Mitmenschen seine Show auf ärztliches Rezept verordnet bekommen. Oh ja, Christian verspricht nichts und ich weiß nicht wie lange der Flash anhalten wird, aber mehr gute Laune kann man in so kurzer Zeit kaum tanken. So kann man im Publikum Typen sehen, wegen denen man normalerweise die Straßenseite wechselt, die sich eine Freudenträne wegdrücken oder verzückt zum Schlager schunkeln und erstaunlich jeden Ton treffend mitsingen. Ob  man(n) selber mindestens wie ich, im Feierabendbereich nicht mehr alle Latten am Zaun haben muss um dieses Vergnügen zu empfinden, ist zwar zu vermuten, sollte aber meines Erachtens in groß angelegten wissenschaftlichen Studien erforscht werden. Nach der Show geht es wieder zurück ins gewohnte Leben. Um mit dem Meister zu sprechen:

„Schade, dass es sowas überhaupt noch gibt!“


 
 
 

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